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| Stress | |||||||||||||||||||||||||||||||||
Oft erkranken Tiere nach dem Umzug, zum neuen Halter oder nach einem Transport. Die Umgewöhnung ist purer Stress, der schwächt das Tier und eine Krankheit kann ( muss nicht ) ausbrechen. Permanente Störungen in Ihrer Ruhephase, durch Kleinkinder, laute Musik, oder anderen Lärm oder der Versuch ein Chinchilla zur Tagaktivität zu "erziehen", werden die Chinchillas mit schweren physischen und psychischen Schäden bezahlen. Nach einem Transport die Chinchillas, in Ihren Käfig bringen und den restlichen Tag in Ruhe lassen. Nach dem Umzug zu Euch, die Chinchillas mindestens eine Woche im Käfig lassen. Die erste Woche nur das nötigste im Käfig erledigen und sich leise nähern, wenn Sie sich eingelebt haben, kommt der Rest bald von selbst. Die ersten Tage den Auslauf auf 15min begrenzen, dann kann man langsam die Zeit verlängern. |
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| Das Wasser | |||||||||||||||||||||||||||||||||
Es sollte täglich frisch und kühl sein. Krankheitskeime und Algen vermehren sich am besten, in abgestandenem Wasser bei Temperaturen über 20°C. Dies gilt besonders bei hohem Lichteinfall. Eine Abschattung für die Trinkflasche, hat man schnell aus Pappe oder ähnlichem gebastelt. Eine tägliche Kontrolle auf Algen und eine regelmäßige Reinigung der Trinkflasche, ist ein Muss. Je mehr Chinchillas trinken um so besser für sie. Eine gute Wasseraufnahme macht kreislaufstabil und schützt oft vor Stoffwechselerkrankungen. Wer genug trinkt frisst auch viel trockenes Heu, wichtig um die Darmtätigkeit aufrecht zu erhalten. Das Anbieten von Mineralwasser ( still ) verschiedener Sorten und der Vergleich zu Leitungswasser macht sehr viel Sinn. Wer entwässernde Leckereien, Kräuter und Nageäste füttert, sollte auf eine erhöhte Wasseraufnahme achten. |
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Wir haben für Tiere, die an Drucktaster gewöhnt sind oder mit Kugelventilflaschen nicht zurecht kommen, eine handelsübliche Flasche umgebaut und mit einem selbstgebauten Halter versehen. Flasche und Drucktaster sind zur leichten Reinigung komplett zerlegbar. Durch den Halter mit langem Frontschild, ist die Flasche rüttel- und nagesicher. Diese Flasche bleibt auch unter widrigsten Umständen absolut dicht und erlaubt dem Tier ohne Anstrengung zu trinken. Ein kleiner,flacher, glasierter Tonuntersetzer kostet nur ein paar Cent. Bei Flaschenproblemen oder wenn ein Tier nach einer Behandlungen an den Zähnen oder im Maulraum nicht aus seiner Flasche trinkt, kann er wertvolle Dienste leisten. Mehrere Einzelgaben, bedeuten stets frisches, sauberes Wasser. wenn eine kleine Schale umgeschupst wird schwimmt auch nicht gleich der Käfig. |
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| Das Futter | |||||||||||||||||||||||||||||||||
Futtermittel immer kühl, trocken, lichtgeschützt und verschlossen lagern. Feuchte-, muffige-, schimmelige- oder gährige Futtermittel dürfen nicht verfüttert werden. Futtermittel in denen Ungeziefer erkennbar ist, dürfen nicht verfüttert werden. Nicht das MHD der Futtermittels ist entscheident, sondern die Haltbarkeit der Vitamine. ( oft gibt der Hersteller nur 6 Monate ab Herstellungsdatum an ) Frischfutter sollte immer abgewaschen und Trockengetupft oder an der Luft getrocknet werden. Chinchillas mit weichem Kot oder Durchfall, sollten keine Fruchtzuckerhaltigen Leckerchen erhalten. Wenn sich ihrem Darm Hefen ausgebreitet haben, heizt der Zucker die Vermehrung der Hefen richtig an. Übermäßige Gaben von Fruchtzuckerhaltigen Leckerlies können Auslöser für Karies und eine rasante Vermehrung von Hefen sowie eine Erkrankung an Diabetes sein. Knackiges Heu, das zwischen den Fingern bricht, enthält neben einer Menge Zellulose, die für eine ausreichende Bildung, der positiven Darmbakterien gebraucht wird, Lignin ( macht es hart ) und eine Menge Rohfaser. Das Chinchilla muss das Heu, zwischen den Backenzähnen regelrecht zermahlen. Durch diesen Mahlvorgang werden, die Maulhöhle gereinigt und die Backenzähne abgenutzt. Das schützt vor Entzündungen, Karies und unnormalem Zahnwachstum. Die Abnutzung der Nagezähne, erreicht man durch geeignetes Nagematerial. Nagesteine die so gross sind, das die Tiere sie noch wegtragen können und Äste bis 8mm Durchmesser sind am beliebtesten. Alle zwei Tage ein neues Stück Gasbeton und täglich einen neuen Ast oder zwei macht den Chinchillas richtig Spass. Wer eine Woche am gleichen Ast oder Stein rumnagen muss, verliert schnell die Lust. Nagematerial sollte immer zur Verfügung stehen, sonst leidet die Käfigausstattung :-) |
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| Die Sauberkeit | |||||||||||||||||||||||||||||||||
Chinchillas sind sehr saubere Tiere und möchten auch sehr sauber gehalten werden. Ihre Füße sind für einen trockenen, wenn auch teils harten bis felsigen Untergrund ausgelegt. Feuchtes Einstreu ist Ihnen ein Greul, genauso wie Sitzbretter die fast nur aus Kotböhnchen bestehen. Wer beim Aussammeln der Pippiflecke aus dem Streu oder abfegen, besser absaugen der Sitzbretter schludert, darf sich nicht wundern wenn seine Tiere zu Bretterpischern werden oder aufgeplatzte rissige Sohlenballen bekommen oder sogar Sohlenballengeschwüre ausbilden. Die Haut der Sohlenballen ist nicht besonders dick und weicht unter Feuchtigkeit sehr schnell auf. Der auf die Bretter getragene Badesand sowie Überbleibsel des Nagematerials wirken dann wie Schleifpapier. Wiederholt sich so ein Vorgang sehr oft, folgen die Probleme. Ganz besonders bei der Verwendung des leider, immer noch in "Zoofachgeschäften", erhältlichen Quarzsandes. Chinchillas pischen eigentlich immer auf einen Fleck, in freier Wildbahn, in der Nähe des Einganges zu Ihrem Tagesversteck. Wenn ein Chinchilla in einem Käfig sitzt, in dem es Überall nach Pische richt, pischt es halt irgendwo hin. Es sucht sich nur einen Ort wo es trocken ist und schon folgt ein kleiner See. Mal ein paar Tröpfchen sind ja normal. Chinchillas klären Meinungsverschiedenheiten oder Futterneid oft mit einer kleinen Pippidusche. |
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| Desinfektion | |||||||||||||||||||||||||||||||||
Sauberkeit Ja! Nach Lavendel duften muss ein Käfig nicht, denn ein Chinchilla mag seinen Geruch. Der Einsatz von Desinfektionsmitteln sollte nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt erfolgen. Eine nicht richtig oder mit den falschen Mitteln durchgeführte Desinfektion, kann zu Resistenzen führen und somit auch Heilungsversuche, im Erkrankungsfall erschweren oder gar vereiteln. Auch eine erneute Ansteckung, mit im Käfig befindlichen Restkeimen, ist möglich. Um mal gründlich sauberzumachen oder Bretter abzuscheuern, reichen etwas Essig oder Soda im Wasser aus. Poröse-, saugfähige Käfigausstattungsteile sind nicht immer desinfizierbar. Eine Käfigwechselausstattung sollte deshalb ständig zur Verfügung stehen. Tonröhren, Schlafhäuschen und feuerfeste Ausstattungsteile lassen sich, nach einer Nassreinigung, im Backofen durch Hitze desinfizieren.
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| Andere Heimtiere | |||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Haltung von anderen Heimtieren im selben Käfig sollte man keinesfalls versuchen. Die Haltung von tagaktiven Tieren im gleichen Raum, lehnen wir ab ( Störung der Ruhephase ). Wir würden keine weiteren Heimtiere halten, da besonders Tiere die nach draußen dürfen, ein Infektionsrisiko darstellen. |
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