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Krankheiten |
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Vorwort
Ist ein Chinchilla oft krank? In der Regel nein.
Kein Chinchilla muss in seinem langen Leben krank werden,
doch jedes kann. |
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Das Bild zeigt einen behandelten Befall durch Spulwürmer.
Teile der Darmschleimhaut starben ab und wurden ausgeschieden.
Die Infektionsgefahr liegt in erster Linie, in der Gabe von Frischfutter.
Eine Ansteckung ist aber auch über kontaminiertes Heu möglich.
Unbehandelter Befall kann zu erheblichen Gewichtsverlusten führen.
Er kann die Darmschleimhaut nachhaltig schädigen.
Ein Tier kann auch an Darmparasiten erkrankt sein, ohne sichtbare Anzeichen.
Eine routinemäßige, halbjährliche Kotuntersuchung auf Darmparasiten
ist sehr sinnvoll.
Sie schützt nicht vor Befall, kostet aber nicht viel und beruhigt ungemein :-).
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Chinchillas sind Meister im Verbergen von Krankheiten, schon aus Vorsicht vor den eigenen Artgenossen, denn in der Natur wird jede Schwäche sofort ausgenutzt ( Rangordnungskämpfe, Gruppenausschluss ).
Sie sind aufgrund ihrer Physiologie nicht in der Lage, unbeschadet größere Energiereserven anzulegen.
Der körperliche Verfall im Verlauf einer ernstlichen Erkrankung, kann daher erschreckende Formen annehmen.
Eine Früherkennung einer Krtankheit ist durch Ihr Verhalten fast ausgeschlossen. Ein Chinchilla das erste Symptome zeigt
ist krank.
Somit können Veterinärmedizinische Fachbücher in Laienhand und Beschreibungen von Krankheiten allenfalls dazu dienen,
die Ernsthaftigkeit von Krankheiten zu erkennen, um das Tier schnellstmöglich einem erfahrenem Tierarzt vorzustellen.
Sie sind für einen Halter aber eine interessante Bereicherung, um sich mehr Wissen über eine Art anzueignen.
Natürlich befinden sich alle relevanten Werke über Veterinärmedizin und Zucht, die das Thema Chinchilla behandeln,
in unserem Besitz.
Die eigenmächtige Veränderung, der Dosierung eines durch den Tierarzt verordneten Medikamentes
und der eigenmächtige Einsatz, von frei verkäuflichen oder Restmedikamenten können tötlich enden.
Die Gabe von nicht verordneten Vitaminen und Mineralstoffen kann die Gesundheit der Tiere beeinträchtigen.
Wer Heilräuter gegen bestimmte Symptome verfüttert, ohne tierärztliche Abklärung ob eine ursächliche Vor- oder
Grunderkrankung vorliegt, riskiert die Gesundheit seiner Tiere.
Wer bei seinen Tiere, einen Behandlungsversuch mit Restmedikamenten versucht, scheitert und dem, danach
aufgesuchten Tierarzt, dies aus Scham verschweigt, darf sich über böse Folgen nicht wundern.
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Quarantäne / Sonderunterbringung |
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Nach Operationen,- einer Verletzung oder bei Anzeichen einer ansteckenden Erkrankung, ist ein Quarantänekäfig oft sinnvoll.
Selbstverständlich auch zur Unterbringung von Neuzugängen, bis der einwandfreie Gesundheitszustand, des Neuzuganges,
erwiesen ist.
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Er sollte nicht zu hoch sein, um das Tier am springen zu hindern.
Der Zugriff auf das Tier sollte von oben und von vorne vollflächig möglich sein. |
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Der gezeigte Käfig ist oben aufklappbar, Front- und Seitenwände können, nach ziehen der Verbindungssplinte, einzeln entnommen werden und gewährleisten so stets einen optimalen Zugriff.
Der Gitterboden verringert die Verunreinigung von Tier und Wunden, er kann separat entnommen werden oder mit dem Gitterwerk abgenommen werden.
Das Tier muss dadurch zur Reinigung der Kotwanne nicht umgelagert werden, was die Reduzierung von Umgebungskeimen
für alle erheblich erleichtert.
Die Maschenweite von 1 cm, erlaubt auch Babys eine sichere Fortbewegung.
Sollte der Einsatz einer Wärmeplatte erforderlich sein, kann diese unter dem Gitterboden verbissicher platziert werden.
Wir bevorzugen im Berdarfsfall Wärmeplatten, diese geben die Wärme sehr punktuell ab und lassen dem Tier mehr Entscheidungsfreiheit .
Alle Einzelteile kann man in der Bodenwanne verstauen. Das Packmass im zerlegten Zustand beträgt 75 x 50 x 8 cm
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Vergiftungen |
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Vor Vergiftungen, durch für Chinchillas giftige Pflanzen, gibt es keinen 100%igen Schutz.
Man kann zwar alle Zimmerpflanzen, von denen man nicht weiß, ob sie Giftig sind, aus der Reichweite seiner Chinchillas verbannen, doch dann bleibt noch das Heu.
Der aufmerksamste Heubauer und massive Qualitätskontrollen der Futtermittelhersteller können ein Restrisiko nicht ausschließen.
man kann nicht jeden einzelnen Halm oder jedes Korn prüfen und ein Chinchilla ist so klein, das schon sehr geringe Mengen für eine Vergiftung ausreichen.
Futtermittel die man selbst beschafft, wie Nageäste oder Kräuter sollten aus euch bekannter unbelasteter Herkunft stammen.
Wenn Vergiftungserscheinungen auftreten, bleibt einem Halter nur die Möglichkeit, sofort den TA aufzusuchen und alle Futtermittel auszutauschen.
Ob ein Chinchilla überlebt hängt von der Menge des aufgenommenen Giftes und der verstrichenen Zeit seit der Vergiftung ab.
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Verletzungen |
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Verletzungen, ob Bruch, Fleischverletzung oder Quetschung, sind eine Herausforderung für die Nerven eines jeden Halters. |
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Ruhe bewahren, Transportbox bereitstellen. Tier mit ruhigen Bewegungen und ruhigen Worten in die Box setzen. Auch ein
verletztes Tier, das sich erschrickt versucht zu fliehen, was alles nur noch schlimmer machen kann. Dann versuchen evtl.
Blutungen zu stoppen und schnellstmöglich den TA aufsuchen. |
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Sichtkontrolle |
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Die Diagnose kann nur der TA stellen. Aber achten kann der Halter auf Auffälligkeiten.
Meine Meinung: Lieber zu oft das Taschengeld zum TA gebracht, als einmal im Garten geschaufelt.
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-Tränende Augen, von Zugluft über Viren bis zu annormalem Zahnwachstum ist alles möglich. |
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-Sabbern, verschmähen von Heu und harten Futterbestandteilen, später Gewichtsverlust, spricht für Zahnprobleme.
Diese können durch Verletzung, Vererbung, Probleme im Mineralstoffhaushalt oder einen Abbau des Kieferknochens, bei gleichzeitigem Aufbau der wurzellosen permanent wachsenden Zähne entstehen.
Sehr oft aber auch durch Haltungs- und Fütterungsfehler.
Auch Probleme in der Maulhöle sind möglich. |
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-Durchfall oder Verstopfung: Von Fütterungsfehlern über Darmparasiten bis zu lebensbedrohlichen Krankheiten ist alles
möglich, daher immer schnellstmöglich durch den TA abklären lassen. |
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-Wenn ein Tier Gleichgewichtsprobleme zeigt, den Kopf nicht mehr gerade halten kann und taumelt oder sogar umfällt,
sofort zum TA.
-Blutverlust aus dem After sofort zum TA |
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-Tiere mit Bewegungsanormalien, die wie Krämpfe oder Lähmungen aussehen, sollten sofort einem TA
vorgestellt werden. |
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-Ein Chinchilla, das die Futteraufnahme verweigert, sollte schnellstmöglich einem TA vorgestellt werden. |
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-Wenn sich Eure Tiere von Fremden anfassen lassen oder wenn sonst scheue Tiere, von heute auf morgen, sehr zutraulich
werden, sind Sie oftmals sehr krank. |
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-größere Gewichtsverluste, um saisonale Schwankungen bereinigt, weisen auf eine Erkrankung hin. |
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-Apathisches Verhalten oder permanentes Verkriechen ist immer sehr bedenklich und kann auf eine sehr ernste Erkrankung
hinweisen. Doch auch Tiere, die sehr oft in der Tagesruhe gestört werden, können diese Auffälligkeit zeigen.
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-Fehlstellen im Fell, schorfige Stellen und Krusten können ein Zeichen für Pilze und Parasiten sein. Sollte euer Tier
in den letzten Wochen eine Spritze erhalten haben, ist auch eine Nekrose möglich. Also abklären lassen. |
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-Geschwüre oder blutige, aufgeplatzte, harte Hautstellstellen an den Sohlenballen können ein Anzeichen für eine falsche Belastung sein.
Sie können aber auch auf mangelhafte Sauberkeit hindeuten. -Chinchillas entfernen sich Splitter mit ihren Zähnen aus den Füßen und können sich dabei stärker blutende Wunden zuziehen.
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Unmögliche Schlafpositionen, auf der Seite, auf dem Rücken oder überhängend, sind in der Regel unbedenklich obwohl einem manchmal der Atem stockt. ( immer genau hinsehen und Ruhe bewahren )
Nur ein Chinchilla, das ein tiefes Vertrauen zu seinem Halter aufgebaut hat und sich geborgen fühlt, wird so schlafen oder ruhen. Fluchttiere sind ständig auf der Hut vor potentiellen Feinden. |
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Die Unzertrennlichen |
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In der Paarweise Heimtierhaltung von Chinchillas kommt es vor, das Sie untereinander eine so starke Beziehung aufbauen, das wenn eines der Partnertiere stirbt, das andere so sehr trauert, das es die Futteraufnahme verweigert.
Ob gleichgeschlechtliche Verpaarung, auch unter Geschwistern oder Zuchtverpaarung spielt dabei keine Rolle.
Bei Zuchtverpaarungen bei denen das Böckchen, in der offenen Zeit des Weibchens, in einem Beistellkäfig in unmittelbarer Nähe untergebracht war, um eine Nachdeckung und somit ein überwerfen des Weibchens zu verhindern, wurde schon gleiches beobachtet.
Eine vorübergehende Zwangsernährung, ausführliche Beschäftigung, besondere Zuwendung und die umgehende Vergesellschaftung mit einem neuen Partnertier, sind keine Garantie dafür daß, das Chinchilla nicht "an gebrochenem Herzen" stirbt.
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