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Chinchillas sind Celluloseaufspalter und Dauerausscheider.
Sie benötigen für die Abnutzung der Backenzähne und eine reibungslose Darmfunktion ein rohfaserreiches, cellulosehaltiges
Rauhfutter.
Sehr gut geeignet, ist knackiges gelblichfarbenes Heu von ungedüngten Wiesen, Es sollte nur Heu des ersten Schnittes
( Mad ) verfüttert werden, da es am langfaserigsten ist und am meisten Rohfaser enthält. Außerdem riskiert man dadurch auch
nicht die giftige Herbstzeitlose zu verfüttern. Grünes weiches Heu für Hasen und Meerschweinchen ist ungeeignet.
Als Energie-, Eiweiß- und Vitaminträger sollten Chinchillapellets verfüttert werden ( auch in Kugelform im Handel erhältlich ).
Sie enthalten alle erforderlichen Komponenten sowie Mineralstoffe in ausgewogener Menge.
Mischfutter lehnen wir ab, da die Gefahr der Futterselektion nicht ausgeschlossen werden kann.
Ein stark dominantes Tier wird zuerst fressen, was und soviel es mag. Für die Untergeordneten bleiben die restlichen Bestandteile einer, auf ein ausgeglichenes Gesammtkonzept, ausgelegten Futtermischung.
Chinchillas benötigen nur sehr wenig Wasser 5-15 ml täglich. Trinkwasser sollte in unbegrenzter Menge, frisch zur Verfügung gestellt werden. Trinkflaschen sind Schalen vorzuziehen. Chinchillas reagieren sehr empfindlich auf Algenbildung
in den Trinkflaschen, die daraufhin täglich kontrolliert und regelmäßig gereinigt werden sollten.
Eine geschickte Auswahl von Mineralwasser kann in der Heimtierhaltung die Wasseraufnahme auf bis zu 35ml pro Tag und
Tier steigern.
Dies ist besonders bei Fütterung von entwässernden Kräutern oder Nageästen von Bedeutung, um Nierenschäden vorzubeugen.
Das Wasser sollte immer kühl aber nie kühlschrankkalt und ohne Kohlensäure sein.
Trinken die Tiere genug, fressen sie auch reichlich trockenes Hauptfutter.
Ein Tier mit hoher Flüssigkeitsaufnahme hat auch bei Hochsommerlichen Temperaturen, einen stabilen Kreislauf.
Zusatzfutter:
Neben dem die Grundversorgung sicherstellenden Hauptfutter, möchte man auch für eine Abwechselung im Speiseplan sorgen.
Kleine aus der Hand gefütterte Mengen, stärken die Bindung zum Tier und erleichtern bestimmte Abläufe.
Täglich eine kleine Menge eines Zusatzfuttermittels im täglichen Wechsel, erachten wir nach sorgfältiger Prüfung als unbedenklich. ( Wir setzen in der Regel täglichen Auslauf und ungespritzte, unbelastete Futtermittel, sowie eine entsprechend großen und bewegungsoptimierten Käfig voraus .)
Ob frisch oder getrocknet, hängt von der Verträglichkeit des jeweiligen Tieres ab.
Nicht Jedes Tier mag oder verträgt bestimmtes Zusatzfutter.
Bitte keine Leckerchen im Futternapf verstecken. Ein Chinchilla lernt schnell, diesen komplett auszuräumen, es könnte ja noch ein Leckerchen ganz unten sein.
- eine 5mm breite Apfelspalte oder ein 1/2 Apfelchip ( ungeschwefelt )
- 1 bis 2 Blatt Ruccola
- 1 kleines Blatt Löwenzahn oder 1 Blatt Feldsalat
- 1 bis 2 Rosenknospen oder 1 bis 2 Hagebutten
- einzelne Blätter oder Stängelstücke Topinambur
- 1 Stück Knäckebrot in Größe eines 2 € Stückes
- 1 gehäufter Teelöffel Mariendiestel
- 1 gehäufter Teelöffel Echinacea
- 1 Haferecke
- 1 kleines Blatt Endiviensalat
- eine 5mm breite Scheibe Banane ( frisch möglichst grün )
- ein Würfelzucker großes Stück Nektarine
- ein Würfelzucker großes Stück Rote Beete
- eine Malvenblüte (Blütenblätter)
- 1/2 gestr. Teelöffel Körnermischung
- 1 geh. Teelöffel Möhre mit grün
- 1 Stück halbe Weintraube ohne Kerne oder eine halbe Erdbeere gleicher Größe
- 1 kleiner Luzernewürfel
- 1 halbe Kirsche ohne Kern
- 1 würfelzuckergroßes Stück Frucht des Feigenkaktus ( Opotunia fiscus indica, bitte nur reife Früchte )
weitere verträgliche Zusatzfuttermittel, nennen wir Interessierten auf Anfrage.
Ausnahmeleckerchen:
Diese Trockenfuttermittel werden in der Regel, extra für die Tiere, gekauft. Liegen Sie dann erst im Schrank, werden
sie viel zu oft und zu reichlich verfüttert.
Chinchillas bevorzugen trockene, harte Futtermittel. Frische Früchte werden sehr langsam gefressen, die Tiere putzen
sich anschließend, sind so länger beschäftigt und der Halter wird nicht zum Übermass verführt.
Körner und Nüsse sind rasendschnell gefressen und Chinchillas sind geniale Bettler.
Ausnahmeleckerchen sollten wegen ihres hohen Gehaltes an Fett , Fruchtzucker oder Kohlehydraten nur sehr selten verfüttert werden
( z.B Weihnachten :- ) )
- 1 Rosine
- 1 Erdnuss
- 1 Haselnuss
- 1 bis 2 Dinkelkerne
- 1 bis 2 Sonnenblumenkerne
- 1 Bananenchip
- 1 Stk Ananas, Mango oder Papaya, getrocknet in der Größe eines 1/2 Stückes Würfelzucker.
Nagematerial:
Nagesteine, Nageklötze und Nageäste, dienen nicht nur der Abnutzung der ständig wachsenden Schneidezähne sondern
auch zur Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen. Sie unterstützen außerdem den Spiel- und Beschäftigungstrieb.
Geeignete Nagesteine sind
- Gas- oder Porenbeton
- Nagesteine aus dem Zoogeschäft ( kostspielig )
- gelber Sandstein ( z. B. Elbsandstein ).
Buntsandstein ( rötlich, kann verwertbare Mengen Arsen enthalten! Somit abzulehnen )
Bimsstein ist Lava mit Lufteinschlüssen ( kann Schwermetalle enthalten, weißt höhere Radioaktivität auf, somit abzulehnen ).
Geeignete Nageklötze sind trockene-, entrindete und harzarme Klötzchen, Leisten oder Kugeln aus
- Weide
- Haselnuss
- Fichte
- Ahorn
- Apfel- und Birnbaum
- Weißbuche
- Birke
Geeignete Nageäste mit Rinde
- Haselnuß ( unbegrenzt )
- Apfel und Birnbaum ( 1-2 kleine Ästchen ca. 15 cm am Tag )
- Weide, Pappel und Kirsche ( 1 Ästchen pro Tag ) kann bei trächtigen Weibchen fruchtschädigend und mutagen wirken.
- Weißbuche/ Hainbuche ( 1 kleines Ästchen am Tag. )
- Scheinbuche ( Notofargus antarctica 1 Ästchen am Tag )
( weitere geeignete Baumarten gerne auf Anfrage, da Verwechselungsgefahr besteht. )
Jedes Zusatzfuttermittel oder Leckerchen reduziert die Aufnahme von Heu oder ausgewogenen Pellets.
ein Überangebot kann zur Verfettung oder zu Mangelerscheinungen, insbesondere Calziummangel führen.
Ein starkes Überangebot an Calziumhaltigen Futtmitteln kann zu Nieren und Blasenproblemen durch Griesbildung führen.
In der Heimtierhaltung halten wir besonders den Austausch von Heu gegen Luzerneheu oder -heukops für ein besonderes Risiko.
einige Futtermittel können den Darm reizen.
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