Auslauf
 
   
   
 

      Auslauf

 Chinchillas sind bewegungsfreudige und sprunggewaltige

 Tiere.

 Sie springen leicht einen Meter hoch und zwei Meter weit.

 Ihr Entdeckerdrang, gepaart mit der Hoffnung

 etwas leckeres zu finden, ist unbeschreiblich.

 Doch das birgt Gefahren! Stromleitungen, giftige Pflanzen,

 scharfe Kanten und achtlos liegengelassene Dinge

 stellen eine ernste Gefährdung der kleinen Entdecker dar.

 Auch die eigenen Bewegungsabläufe sollten,

 der ungeheuren Geschwindigkeit der Chinchillas angepasst

 werden, getreten oder eingeklemmt hat man sie schneller,

 als man vermuten würde.

 Ein unbeaufsichtigter Auslauf, einfach undenkbar!

 Doch was immer Sie auch anstellen, es ist die schönste Zeit,

 die ein Halter mit seinen kleinen Freunden verbringen kann.

Sie finden alles und machen alles klein, egal ob Geldschein oder Zimmerpalme.

Ein Chinchilla wird jede Möglichkeit nutzen, durch geöffnete Fenster oder Türen in die Freiheit zu gelangen.

In der Regel wird es ein Ausflug ohne Wiederkehr, ein Ausflug in den sicheren Tot.

 Häufige Veränderungen im Auslaufzimmer erfreuen ein

 Chinchillaherz mehr, als das teuerste,

 permanent, zur Verfügung stehende Spielzeug.

 Ein knorriger Korkenzieherhaselast, Ein Blumentopf,

 ausgelegte Bretter oder Töpfe und Schalen,

 ein Stück dickes ungewachstes Hanfseil, stellen eine

 Bereicherung im täglichen Auslauf dar.

 Die gleichen Utensilien, an einem anderen Ort

 platziert, werden neu erkundet, wechselnde Untergründe

 werden neu inspiziert und in die luchtwegeerkundung

 einbezogen.

 Wer einen Laminat- oder Fliesenboden hat, kann durch

 Auslegen eines Läufers oder eines Hanf- oder Jutesackes

 den gleichen Efekt erzielen.

 Geplante Auslaufverstecke, wie Holz oder Tonröhren,

 belässt man besser immer am gleichen Ort.

 Kugeln aus unlackiertem Holz oder Porenbeton, mit 30    

 bis 50mm  Durchmesser,

 in deren Bohrung man ein Geruchsintensives Leckerchen   

 gesteckt hat, z.B. etwas Minze, Lavendel oder Basilikum,

 animieren den grössten Bewegungsmuffel zur sportlichen

 Betätigung.

 Die Holzkugeln erhält man für ein paar Cent, im Hobby- 

 shop. Eine Porenbetonkugel hat man sich, mit etwas

 Geschick, schnell selbst gebastelt.

 Anstelle von Kräutern kann man auch ein bis zwei

 Tropfen

 Leinsamen- oder Diestelöl in die Bohrung träufeln.

 ein stückchen Apfel ist natürlich hitverdächtig.

 Sollte eines der Chinchillas überdominannt sein, ist es

 besser zwei Kugeln einzusetzen. In der Regel reicht

 jedoch eine Kugel, die sich die Chinchillas gegenseitig

 abjagen.

Nicht im Käfig einsetzen !!!   

 

 Viele glauben, Chinchillas könnten nicht klettern. Dies ist einer der fatalsten Irtümer dem ein Halter unterliegen kann.

 Sie können insbesondere an Gittern und Gegenständen die ausreichend Greifmöglichkeiten und Vorsprünge bieten,

 trotz Ihrer großen paddeliegen Hinterläufe und ihrer zu klein geratenen Vorderläufe, sehr gut klettern.

 Ihre herausragende Kletterfähigkeit ist jedoch das Kaminklettern.

 Schmale Spalten zwischen Schrank und Boden oder Wand sind ungefährlich. Spalten über 5cm sind jedoch bedenklich.

 Die Sohlenballen an die Schrankrückwand gepresst und das sich gegen den Strich aufrichtende Fell, gegen die  

 Raufasertapete gerichtet ( funktioniert bei glatten Tapeten und rauhen Schrankrückwänden genauso ) erreichen sie recht            schnell den Schrankdeckel eines Kleiderschrankes. 

 Die Problematik liegt im Abstieg. Ein Chinchilla wird den Abstieg, in der Regel, im Sprung versuchen.

 So eine Aktion birgt jedoch erhebliche Verletzungsrisiken, da unsere Heimtiere in der Regel auf solche Stuationen

 nicht trainiert sind.


 
 

 Bestimmte Dinge haben in Reichweite von Chinchillas nichts zu suchen:

 Bei den Zimmerflanzen allen voran der Ritterstern ( Amarillis ), gefolgt vom Efeu, allen Wolfmilchsgewächse, wie der        

 Weihnachtsstern ( Sie können auch Kakteenaussehen haben ) oder das Alpenveilchen. Oleander steht regelrecht nur im  

 Wintergarten zum überwintern, also eher die seltene Gefahr.

 Patinabesetztes Kupfergeschirr auf der Fensterbank ist jedoch sehr bedenklich.

 Zimmerpflanzen von denen man nicht weiß ob sie für Chinchillas giftig sind stellt man zum Auslauf einfach in einen anderen

 Raum.

 

 Bei den Achtlosigkeiten sind es Zigaretten, Aschenbecher, Kaugummi, Schokolade, Gummibänder, Zwirnsfäden und

 Angelsehne.

 An Medikamente denkt man meistens, aber nicht an Schuhcremgetränkte Schnürsenkel. Gardinenbleiband oder  sogenannte   

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